Yoga-Stile im Einzelnen

Ashtanga-Yoga

Eine sehr alte, kraftvolle und dynamische Form des Hatha-Yoga. Es werden vorgegebene, sehr fordernde dynamische Positionen im indischen Stil geübt, die einzelnen Asanas sind oft durch Sprünge miteinander verbunden. Ashtanga Yoga wurde von Sri Krishna Pattabhi Jois gegründet.

Bikram-Yoga

Bikram Yoga wird bei 38 Grad und bis zu 40 % Luftfeuchtigkeit praktiziert. Es besteht aus einer Abfolge von 24 Hatha-Yoga-Übungen und zwei Atemübungen. Es ist ein sportliches und forderndes Yoga und soll die physische Körperkraft, Flexibilität und Balance verbessern und durch Schwitzen den Körper entgiften.

Hatha-Yoga

Hatha Yoga ist die im Westen am häufigsten praktizierte Form und wenn allgemein von „Yoga“ gesprochen wird, ist meist Hatha-Yoga gemeint. Die vielen Körperübungen gelten als Werkzeuge, um alles, was im Körper aus dem Gleichgewicht geraten ist, wieder ins rechte Lot zu bringen. Das Gleichgewicht wird erreicht durch die Körperhaltungen, Atemübungen, Entspannungsübungen, mittels Meditation und Anregungen zur gesunden Lebensführung. Gut für alle geeignet.

Hormonyoga

Wurde vor einigen Jahren von der Brasilianerin Dina Rodrigues entwickelt. Besonders für Frauen mit Problemen im Hormonhaushalt. Kombiniert werden Hatha-Yoga, Kundalini Yoga und tibetische Energieübungen.

Integraler Yoga

Diese Form des Yoga vereint Körperhaltungen, Tiefenentspannung, Atemübungen und Meditation sowie positives Denken. Ein in der indischen Tradition verwurzelter, eher geistiger Weg, in dem mehr Wert auf eine ruhige, meditative Stimmung, als auf Exaktheit und Genauigkeit in den Körperübungen gelegt wird.

Iyengar-Yoga

Der Inder B.K.S. Iyengar entwickelte eine kraftvolle, dynamische und körperliche wie mental oft sehr anstrengende Art des Hatha-Yoga. Bei den Übungen wird besonders viel Wert auf exakt vorgegebene Körperhaltungen gelegt. Typisch ist die Verwendung von Hilfsmitteln, wie z.B. Gurten, Klötzen, Bänkchen, usw. Recht fordernder Stil.

Kundalini-Yoga

Im Kundalini-Yoga geht es um Anregung und Verstärkung jener Energie, die als im Becken bzw. am unteren Ende der Wirbelsäule ruhend angesehen wird (Kundalini). Dies wird durch intensive Atemübungen, Asanas, Kriyas (reinigende Übungen) und Meditation erreicht.

Kriya-Yoga

Eine sehr alte indische Übungsmethode, bestehend aus speziellen Körper- und Atemübungen, Reinigungstechniken, Meditation mit Schwerpunkt auf Geistesschulung.

Luna-Yoga

Ein junger, im Westen entstandener Stil, in dem Yoga-Übungsreihen speziell auf die individuellen Bedürfnisse von Frauen abgestimmt sind.

Power-Yoga

Eine in den USA entwickelte, noch dynamischere und forderndere Form des Ashtanga-Yoga, die vor allem in Fitness-Centern als Fitness- und Workout-Technik praktiziert wird.

Sivananda-Yoga

In diesen Stunden werden stets die gleichen Yoga-Reihen geübt, sowie Yoga-Philosophie, bestimmte Ernährung, Mantras (= Wort, Spruch, Silbe, heiliger Text) und Gebete gelehrt.

Tri-Yoga

Tri-Yoga wurde in den 80-er Jahren von der Amerikanerin Kali Ray begründet. Es verbindet Körperhaltungen, Atmung und Handhaltungen zu fließenden Sequenzen („Flows”) zur Erweckung der Lebensenergie „Prana”.

Vini-Yoga

Vini-Yoga wurde von Shri Krishnamacharya (1888-1989) und seinem Sohn T.K.V. Desikachar entwickelt. Stark an den Bedürfnissen des Einzelnen ausgerichtet, Atmung und Mantras spielen eine wichtige Rolle. Ein sehr sanfter Yogastil, auch gut für ältere Teilnehmer geeignet.