Yoga in Indien

Incredible India

… lautet ein Werbespruch der indischen Tourismusindustrie. „Indien überwältigt Besucher durch seine Größe, seinen Lärm und Tumult und seine Vielfalt. Nichts ist in diesem Land so, wie man es erwartet – das Einzige, was man erwarten darf, ist, dass das Unerwartete ständig, überall und in ungeahnten Formen erscheint. … Indien stellt für viele Reisende eine Art Härtetest dar, und der eine oder andere ist vielleicht erleichtert, wenn es wieder nach Hause geht. Doch wem es Spaß macht, komplizierte Welten zu erkunden und im Sinnesrausch zu schwelgen, für den ist Indien eines der rätselhaftesten und lohnendsten Reiseziele dieser Welt“ (Lonely Planet). Das sollte man wissen, bevor man nach Indien aufbricht.

Weniger Erklärungen, weniger Fragen

In Indien wird Yoga etwas anders gelehrt als hier in Deutschland. Weniger Fragen, weniger Erklärungen. Wenn man Wert auf ausführliche Erklärungen liegt, ist man in Deutschland besser aufgehoben. Gleichwohl ist es sehr inspirierend zu sehen, dass eiserne Disziplin und heitere Gelassenheit sich nicht ausschließen: in Indien kann man das gut lernen.

In Indien ist Yoga fast ausschließlich eine Männerdomäne, so sind fast alle Yogalehrer männlich.

Die Top 5 der Yogazentren in Indien

Die Zahl der kleinen und mittleren Yogazentren in Indien ist unglaublich groß. Yoga hat sich zum Exportschlager von Indien entwickelt. Die anerkanntesten Zentren werden z.T. noch von den mittlerweile hochbetagten Gründern geführt. In machen Zentren gibt es eine Warteliste von 1,5 Jahren.

Die Top 5 sind:

  • Yoga-Universität von Bangalore
  • Sivananda Yoga Vedanta Dhanwantari Ashram, Trivandrum (Süd-Indien)
  • Krishnamacharya Yoga Mandiram, Chennai (im Südosten)
  • Asthanga Yoga Research Institute, Mysore (im Zentrum von Süd-Indien)
  • Ramamani Iyengar Memorial Yoga Institute Poona

Ashrams – Orte der Anstrengung

Einige der oben angegeben Schulen sind Yoga-Ashrams. „Ashram“ (Sanskrit) bezeichnet in der indischen Sprache ein klosterähnliches Meditationszentrum. Die Bedeutung des Wortes ist „Ort der Anstrengung“, und das ist wörtlich zu nehmen, morgens um 05.20 beginnt der Tag mit Meditation und Mantra-Singen, abends um 22 Uhr heißt es „Licht aus“. Sightseeing in Indien sollte man vor oder nach dem Besuch eines Ashrams einplanen – während des Aufenthaltes im Ashram ist das kaum möglich.